Thorpe-Cup Deutschland – USA 2024: Mit Sandrina Sprengel und Kelmen de Carvalho aus der Mehrkampf-Schmiede LG Steinlach-Zollern
Der traditionsreiche Thorpe-Cup wird am 20./21. Juli in Wetzlar bereits zum 31. Mal ausgetragen. 1993 wurde der Ländervergleich zwischen den beiden Mehrkampf-Nationen Deutschland und USA ins Leben gerufen. Benannt ist er nach dem ersten Olympiasieger im Zehnkampf, Jim Thorpe.
Beim diesjährigen Ländervergleichskampf 2024, bei dem beide Mannschaften auf ihre jeweils drei Olympiastarter der Frauen und Männer verzichten müssen, ist das US-Team beim Blick auf die Saisonbestmarken deutlich favorisiert. Nominiert wurden in diesem Jahr für die deutsche Nationalmannschaft fünf Siebenkämpferinnen und sechs Zehnkämpfer. Darunter sind mit Sandrina Sprengel und Kelmen de Carvalho gleich zwei Athleten aus der Mehrkampf-Schmiede der LG Steinlach-Zollern. Diese Quote kann sonst nur noch ein weiterer Verein aufweisen, der TSV Bayer Leverkusen – eine, wenn nicht sogar die Top-Adresse seit Jahrzehnten in der deutschen Leichtathletik.
Sandrina Sprengel steht an der Spitze des deutschen Teams nach ihrem sensationellen Siebenkampf vor Monatsfrist beim internationalen Meeting in Ratingen, bei dem sie mit 6260 Punkten in eine neue Dimension vorgestoßen ist und sich auf Rang 18 der Weltrangliste geschoben hatte. Aber auch Kelmen de Carvalho hat seine Bestleistung im Zehnkampf in dieser College-Saison am College in Harding (Arkansas) deutlich gesteigert. Mit seiner neuen Bestmarke von 7.518 Punkten, die ihm bei den US-Collegemeisterschaften den dritten Rang in der Division II einbrachte, wurde er als Viertbester des deutschen Teams nominiert.
Sowohl die Grosselfingerin Sandrina Sprengel als auch der Hechinger Kelson de Carvalho haben das Leichtathletik-ABC wie so viele andere sportbegeisterte Jugendliche aus Mössingen und Hechingen in der LG Steinlach-Zollern gelernt. Für beide war von großem Vorteil, dass in der LGSZ der Schwerpunkt in der vielseitigen sportlichen Ausbildung liegt und damit ein guter Grundstein für den Mehrkampf gelegt wird. Zudem kommt den LGSZ-Athleten sicherlich zugute, dass man im Verein auf eine behutsame langfristige Entwicklung Wert legt, die den jungen Sportlerinnen und Sportlern eine erfolgsversprechende persönliche und sportliche Perspektive bietet. Der Rückblick auf das vergangene Jahrzehnt zeigt, dass hieraus bereits eine Vielzahl an Mehrkämpferinnen und Mehrkämpfern hervorgegangen ist, die bei Bezirks-, Landes-, Bundes- oder inzwischen sogar bei internationalen Meisterschaften Erfolge verbuchen konnten.