Starke Leistungen an geschichtsträchtigem Ort

Für Triathleten gibt es zwei herausragende Sehnsuchtsorte auf der Erde: Hawaii, wo der Ursprung der Sportart liegt und alljährlich die Ironman-WM ausgetragen wird. Und Roth in Bayern, wo die Triathlon-Historie ebenfalls schon sehr weit zurückreicht und jedes Jahr so viele Triathleten auf der Langdistanz starten, wie nirgendwo anders in der Welt. Dort, im „the home of Triathlon“, stellten sich Anfang Juli auch Johannes Fritz und Matthias Förster von der LG Steinlach-Zollern der zahlreichen Konkurrenz. Während der französische Sieger Sam Laidlow an diesem Tag mit 7:21 Stunden eine neue Weltbestzeit für die Langdistanz über 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und den abschließenden Marathon aufstellte, zeigten auch die beiden LGSZ-Sportler bemerkenswerte Leistungen.
Johannes Fritz ist zwar ein erfahrener Triathlet, der für die LG Steinlach-Zollern zuletzt auch mehrfach erfolgreich bei Ligarennen teilnahm, aber in Roth gab er sein Debüt auf der Langdistanz, auf das er sich monatelang fokussiert vorbereitete. Die Auftaktdisziplin, die wegen hoher Wassertemperaturen ohne Unterstützung eines Neoprenanzugs absolviert werden musste, bereitete ihm zwar etwas Schwierigkeiten, als er nach 1:29 Stunden aber wieder festen Boden unter den Füßen hatte, legte er richtig los. 5:17 Stunden für 180 wellige und windige Radkilometer und 3:31 Stunden für die abschließenden 42,2 km können sich mehr als sehen lassen. Nach 10:24 Stunden finishte er erschöpft, aber glücklich seine erste Langdistanz und platzierte sich an 125. Stelle von über 400 internationalen Startern in seiner Altersklasse M40 recht weit vorne. Die Radpassagen am Solarer Berg, wo tausende Zuschauer die Sportler frenetisch anfeuern, und der Zieleinlauf vor ebenfalls zahllosem Publikum waren die emotionalen Höhepunkte des langen, herausfordernden Wettkampftages.
Matthias Förster ist der noch erfahrenere Triathlet der LG Steinlach-Zollern, der auch schon mehrere Langdistanzen erfolgreich absolviert hat – in Roth gab aber auch er sein Debüt und war ebenso überwältigt von der einzigartigen Atmosphäre, die jedes Jahr Profis und Altersklassenathleten aus der ganzen Welt in die bayerische Provinz lockt. Nach 11:27 Stunden (1:39 h swim, 5:45 h bike und 3:57 h run) finishte auch Förster auf Rang 50 von über 200 Teilnehmern seiner Altersklasse M55 im vorderen Viertel und blickte zufrieden auf ein besonders emotionales Langdistanzrennen zurück. „Einfach unbeschreiblich“ sei es, in Roth dabeigewesen zu sein – an diesem geschichtsträchtigen Ort für den Triathlonsport.






