Deutsche Hallen-Mehrkampfmeisterschaften 2026: Leonie Schinko auf Rang 8 im Fünfkampf
Geschrieben von Martin Grundmann. Veröffentlicht in LA Aktuelles.
Bei den Deutschen Hallen-Mehrkampfmeisterschaften in Halle/Saale überzeugten Leonie Schinko und David Kleinschrodt im Trikot der LG Steinlach-Zollern mit starken Leistungen – auch wenn nicht alles nach Plan verlief. Für Leonie Schinko waren es die ersten Deutschen Meisterschaften in der Frauenklasse – und sie zeigte mit Rang 8 und guten 3.850 Punkten einen gelungenen Einstand auf nationaler Bühne. Mit dieser Gesamtpunktzahl steigerte die 19-Jährige ihre persönliche Bestleistung aus dem Jahr 2025 um fast 100 Punkte. David Kleinschrodt verletzte sich nach starkem Wettkampfbeginn, was ihn im weiteren Verlauf zur Aufgabe zwang.
Leonie Schinko absolvierte die 60 Meter Hürden in 8,84 Sekunden. Angesichts verletzungsbedingter Einschränkungen beim Sprint in den vergangenen Wochen war das „für die Bedingungen okay“, wie sie selbst sagte. Etwas Wettkampfgefühl habe jedoch gefehlt, um ganz ans Limit zu gehen. Im Hochsprung überquerte sie 1,66 Meter. Hier bereitet ihr aktuell vor allem der Anlauf im Wettkampf noch Schwierigkeiten, auch wenn sich das Grundgefühl im Vergleich zum Vorjahr bereits verbessert hat. Im Kugelstoßen erzielte die 19-Jährige leider nur 9,34 Meter – eine Leistung, mit der sie diesmal haderte, lag sie doch etwa zwei Meter unter ihrer persönlichen Bestleistung. „Ohne Verletzung oder erkennbare Ursache sind mir alle drei Stöße irgendwie rausgerutscht“, erklärte sie, was sie selbst kaum erklären konnte und viele wertvolle Punkte kostete. Im Weitsprung folgte ein guter Einstieg mit 5,81 Metern. Nach diesem ersten Sprung fehlte in den weiteren Versuchen etwas die Lockerheit – möglicherweise, weil die abschließenden 800 Meter bereits gedanklich präsent waren. Gerade dort setzte Leonie Schinko jedoch ein Ausrufezeichen: Mit einer starken persönlichen Bestzeit von 2:20,09 Minuten zeigte sie ein couragiertes Rennen. „Hinten raus hatte ich zum ersten Mal noch richtig Kraft, auch schneller zu laufen – von der Zeit war ich selbst überrascht“, resümierte sie zufrieden.
Foto: IrisHensel
David Kleinschrodt erwischte einen vielversprechenden Start über 60 Meter. Er sprintete in 7,09 Sekunden nicht nur persönliche Bestzeit, sondern erzielte damit auch die Tagesbestzeit aller U20-Teilnehmer. Der folgende Weitsprung, bei dem er 6,54 Meter weit sprang, verlief unglücklich: Beim Absprung hatte er zu stark gestemmt und zog sich eine Bänderverletzung im Fußgelenk zu. Trotz der Einschränkung erzielte er im Kugelstoßen noch 12,22 Meter, musste anschließend jedoch auf den Hochsprung verzichten und den Wettkampf schweren Herzens abbrechen.
Foto: IrisHensel
Die viele Jahre für die LG Steinlach-Zollern erfolgreiche Sandrina Sprengel trat nun erstmals im Trikot des VfB Stuttgart bei einem Wettkampf an. Noch etwas geschwächt nach einer dreiwöchigen Trainingspause im Januar aufgrund einer Grippe mit Fieber erkämpfte sie sich dennoch Rang 3 bei den Frauen. Seit Kurzem erst wieder im Training, richtet sie nun den Blick nach vorne und hofft, bis zur Hallen-WM Mitte März in Polen wieder in Form zu kommen.
Ein Top-8-Platz in der Frauenklasse, eine U20-Tagesbestzeit über 60 Meter und ein Podestplatz durch eine langjährige LGSZ-Athletin fügen sich würdig in die traditionsreiche Mehrkampfgeschichte der LG Steinlach-Zollern ein.